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Erfahrungs-bericht Riom 2022/23

Im Juni 2023 durften wir mit dem Erasmus+-Programm nach Frankreich ins Auslandspraktikum reisen. Zu dritt ging unsere Reise nach Riom, der französischen Partnerstadt von Nördlingen, die in der Region Auvergne-Rhône-Alpes, südlich von Paris, liegt. Durch das Programm hatten wir die Möglichkeit, drei Wochen in der École Maternelle Jean Rostand zu hospitieren und praktizieren und den Alltag in einer französischen Vorschule zu erleben. Diese wird von Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren besucht und ist in Frankreich Pflicht.

Während unseres Aufenthaltes in Frankreich konnten wir viele neue Erfahrungen sammeln und auch über das Land haben wir einiges lernen können. In der École Maternelle durften wir einen sehr strukturierten und geplanten Alltag erleben, wobei die Kinder die Sprache, die Motorik, die Gemeinschaft und die Merkfähigkeit spielerisch entwickelten. Sehr interessant war es zudem, zu sehen, wie die Lehrerin mit dem Thema Strenge umging und diese bei den Kindern anwendete, da sie immer das richtige Maß dafür fand. Hinzu kam das große Vertrauen der Lehrerin in ihre Schüler, was uns drei sehr begeistert hat, da die Kinder so Wertschätzung und Sicherheit erfahren durften. Auch einige kulturelle Erfahrungen konnten wir während unseres Aufenthalts in Frankreich gewinnen. Dies begann bereits am Anreisetag, da uns dort bereits auffiel, dass die Häuser in Frankreich eher grau und schlicht gehalten sind. 

Dies kommt daher, dass viele Häuser in der Region mit Vulkanstein gebaut werden, was die Farbe erklärt. Während unseres Praktikums ist uns zudem positiv aufgefallen, dass viele Franzosen sehr herzlich, aber zugleich auch entspannter durchs Leben gehen und dieses genießen. Zudem schätzen die Franzosen das Essen und dessen Vielfältigkeit sehr und achten oft auf eine gute Qualität. Des Weiteren wurde ein Vorurteil über die Franzosen, das wir bereits oft gehört hatten, erfüllt: nämlich die fehlenden Englischkenntnisse. In unsere Einrichtung sprachen viele pädagogische Fachkräfte kaum oder gar kein Englisch. Dadurch war es manchmal etwas schwierig, mit diesen zu kommunizieren. Auch auf den Straßen von Riom wurde meist nur Französisch gesprochen. Trotz dessen konnten wir immer, auch mit Händen und Füßen, kommunizieren und uns verständigen.

Abschließend können wir auf ein durchaus gelungenes und lehrreiches Auslandspraktikum zurückblicken, welches voller neuer Erfahrungen war und uns für unsere pädagogische Arbeit und das private Leben geprägt hat. Wir selbst können uns durchaus vorstellen, in der Zukunft einige Zeit im Ausland zu arbeiten und können deshalb künftigen Studierenden wärmstens empfehlen, am Erasmus+-Programm teilzunehmen.

(Sophia Stark und Maria Kaltner, FakS1A, 11.07.2023)