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Zukunfts-
perspektiven

Tätigkeits-
felder

Die Ausbildung zum Erzieher/ zur Erzieherin in Bayern ist eine generalistische Ausbildung,
d. h. sie eröffnet ein breites Spektrum von Arbeits­feldern und Einsatzmöglichkeiten:

  • Kinderkrippen
  • Einrichtungen der Frühförderung
  • Kindergärten
  • Kindertagesstätten
  • SVE – Schulvorbereitende Einrichtungen
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie
  • Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe
  • Kinderhorte

  • Behinderteneinrichtungen: Wohnheime, Förderstätten, Werkstätten, Betreutes Wohnen
  • Einrichtungen im Ausland
  • Sonderschulen/ Sonderpädagogische Tagesstätten
  • Tagesstätten für Kinder mit heil- und sonderpädagogischem Förderbedarf
  • Offene und gebundene Ganztagesschulen
  • Erholungs- und Kurheime
  • Schülerheime/ Tagesheimschulen
  • Einrichtungen der Jugendarbeit/ Jugendzentren
  • Familienzentren
  • Mehrgenerationenhäuser/ Seniorenheime

Studium

Fachhochschule

Absolvent/innen der Fachakademie steht der Weg in verschiedene Fachhochschulstudiengänge offen:

  • Bildung und Erziehung im Kindesalter
  • Kinder- und Jugendhilfe
  • Musik- und bewegungsorientierte Sozialpädagogik
  • Religionspädagogik und kirchliche Bildungsarbeit
  • Soziale Arbeit
  • Soziale Arbeit an Schulen
  • Soziale Innovation

Verkürzte Studiengänge bieten u. a. an:

  • Katholische Stiftungshochschule München (B.A. Soziale Arbeit)
  • Hochschule für angewandte Wissenschaften München-Pasing (B.A. Kindheitspädagoge/in)
  • Erstmals zum Herbstsemester 2018/19 schreibt die Hochschule Augsburg einen Bachelor-Studien­gang Soziale Arbeit aus, der sich auch an Erzieher/innen wendet.

Universität

Daneben berechtigt das Zeugnis der Fachhoch­schul­reife nach bestandener staatlicher Er­gänzungsprüfung in Verbindung mit dem Abschluss­zeugnis der FakS bei einer Prüfungs­gesamtnote „sehr gut“ zu Studiengängen an bayerischen Universitäten, die für die jeweilige Ausbildungsrichtung einschlägig sind,
u. a.:

  • Erziehungswissenschaft
  • Lehramt an beruflichen Schulen in einer Fächerverbindung mit Sozialpädagogik
  • Lehramt an Grundschulen
  • Lehramt an Hauptschulen
  • Lehramt an Sonderschulen/ für Sonderpädagogik
  • Pädagogik einschließlich Schul-, Sonder-, Sozial- und Medienpädagogik
  • Psychologie
  • Sozialwissenschaft
  • Soziologie

Arbeiten
im Ausland

Nach einer abgeschlossenen Ausbildung als Erzieher/in bietet sich die Mög­lichkeit, vor dem eigentlichen Berufseinstieg einige Zeit im Ausland zu arbeiten.

Ob als Au-pair, im Dienst einer Entwicklungshilfe-Organisation oder bei einer Anstellung z. B. in einer Internationalen Einrichtung vor Ort – die Mög­lichkeiten, Auslandserfahrung zu sammeln, sind vielfältig.

Die FakS bereitet die Studierenden mit einem Portugiesisch-Sprachkurs auf die Arbeit als Missionar/innen auf Zeit in einer Einrichtung der Sternschwestern in den Übersee-Niederlassungen in Mosambik oder Brasilien vor.

Ehemalige Absolvent/innen geben in Briefen und Emails einen Einblick in ihre Arbeit im Auslands­einsatz und lassen dabei an ihren Erfahrungen Anteil nehmen.

„Ich vermisse die Sonne, die Gelassenheit der Menschen, vor allem aber die Kinder.“

Als Erzieherin in Ghana

Von Elisabeth Leberle

Elisabeth Leberle absolvierte an der Fach­akademie für Sozialpädagogik Maria Stern Nördlingen ihre Erzieherausbildung.

Zusammen mit 22 anderen jungen Menschen lebte sie in einem Vorort von Accra, der Hauptstadt von Ghana. Dort arbeitete sie als Freiwillige in einem Kinder­garten.

Was die Rieserin dort unter anderem erlebt hat, schildert sie in nachfolgendem Bericht:

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Die Menschen in Ghana sind sehr offen und gast­freundlich. Auf der Straße gilt man als Weißer als eine Art Attraktion, man wird von den Ein­heimischen, vor allem von den Kindern, berührt und sie rufen „Obruni“, das bedeutet „Weißer“. Sie sind sehr hilfs­bereit und gaben mir das Gefühl, in ihrem Land will­kommen zu sein. Mit anderen Worten: Die Ghanaer machen es einem einfach, „zurückzulachen“.

Die Stadt Accra ist groß und staubig. Es stinkt nach Abgasen und Müll. Außerdem ist es sehr laut, überall hört man Musik, Prediger oder die Menschen in ihrer Landessprache „Twi“ lautstark reden. Asphaltierte Straßen sind in Ghana eher rar und so waren die Fahrten mit Trotro (Kleinbus) und Taxi sehr wackelig und von Schlaglöchern geprägt.

Der Grund, warum ich nach Ghana gegangen bin, sind die Kinder. Mit verschiedenen Projekt­partnern bin ich von Montag bis Freitag Richtung Kasoa in die „School of Wisdom“ gefahren – natürlich mit dem Trotro. Dort habe ich in einer Art Kindergarten gearbeitet, was aber keinesfalls mit den Einrichtungen hier in Deutsch­land vergleich­bar ist. In einem Raum waren über 70 Kinder im Alter zwischen einem und fünf Jahren. Zu spielen gab es nichts. Also musste ich kreativ werden, was sich leichter anhört, als es war, denn die Mehrzahl der Kinder spricht und versteht kaum Englisch, sodass die Konversation fast un­möglich war. Alles, was die Kinder lernen, lernen sie aus­wendig. So können sie von klein auf das Alphabet und die Zahlen perfekt – aber nur perfekt auswendig. Auch Rechenaufgaben werden auf Knopfdruck aus­wendig gelernt und aufgesagt. Wenn das Ergebnis falsch ist oder die Kinder nicht mit­machen, gibt es auch mal Schläge mit dem Stock.

Dagegen tun konnte ich nicht viel, denn „es gehört zur Kultur Afrikas“. So habe ich oft die Kinder ge­tröstet und liebevoll in den Arm genommen, was ihnen sicht­lich gut getan hat, habe mit ihnen gesungen, mit Luftballons gespielt und gemalt und war einfach für sie da. In der Schule war ich sehr willkommen. Wenn ich den Raum betrat oder verließ, wurde ich von vielen Kinderstimmen herz­lich begrüßt oder verab­schiedet. Nach sieben Wochen ist die Gruppe in einen Rohbau umge­zogen, in dem ich die Wände mit Buch­staben, Zahlen sowie Hand- und Fußabdrücken verziert habe. Als Abschiedsgeschenk kaufte ich eine Kiste mit Spielsachen, worüber sie sehr glücklich waren. Wenn ich die Kinder hier in Deutschland sehe, die mit „Spielsachen“ wie iPad, X-Box, Nintendo und so weiter überhäuft werden, war es für mich über­wältigend, dass die Kinder in Ghana mit einem Luft­ballon, einem Stift oder einen gewöhnlichen Faden zufrieden waren.

Jetzt bin ich schon einige Wochen zurück und bin noch immer dabei, mich wieder einzugewöhnen – in ein Land mit Stress und Hektik, wo ich doch jetzt das zeitlose und lockere Leben der Ghanaer kennen gelernt habe. Ich vermisse die Sonne, die Gelassen­heit der Menschen, vor allem aber die Kinder.